MARKTBAROMETER


 

 

Absetzer sehr gute Preise

Die Vermarktung der männlichen Absetzer aus der Mutterkuhhaltung war in der zurückliegenden Saison durch überdurchschnittliche Preise gekennzeichnet. Hohe Schlachtviehpreise und damit höhere Erlöse in der Bullenmast bei gleichzeitig begrenztem Angebot von Absetzern bester Qualität führten zu dem auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht notwendigen Anstieg der Verkaufserlöse in der Mutterkuhhaltung. Dieser Betriebszweig ist durch eine starke Saisonalität geprägt. So werden ca. 75 % der Absetzer in den Herbstmonaten vermarktet, während sich die restlichen 25 % auf die Monate Januar bis August verteilen. So handelte die Rinderzucht M-V GmbH im ersten Halbjahr des laufenden Wirtschaftsjahres knapp 7.500 Absetzer, mehr wurden nur im Rekordjahr 2010 gehandelt. Die Betriebe konnten sich ebenfalls freuen, waren die Preise doch im Durchschnitt um 15 % höher als im Vergleich zum Vorjahr. Saisonbedingt ist des Angebot knapp, die Preise sind jedoch stabil auf einem hohen Niveau.

 


 

Kälbervermarktung Stückzahl steigend

Kälbervermarktung ist ein typischen Montagsgeschäft. Ab einem Alter von 14 Tagen können die Tiere, bei Kenntnis des BvD-Ergebnisses, transportiert werden. Möglichst schnell sollen die Tiere dann den Betrieb verlassen, so dass die marktüblichen Preisschwankungen kaum zu umgehen sind. Tendenziell ist mit einer leichten Preiserholung in den Monaten Mai und Juni zu rechnen. Diese Kälber werden im Rahmen der Kälbermast für das Weihnachtsgeschäft aufgestallt. Zwichen 80 und 90 % der vermarkteten Kälber werden in Holland und Deutschland für die Kalbfleischproduktion benötigt. Bevorzugtes 14 Tage Gewicht liegt zwischen 45 und 52 kg. Leichtere Tiere werden zu empfindlich niedrigeren Preisen angekauft. Die Kälberpreise befinden sich auf Vorjahresniveau. Unsere Spezialisten für Nutz- und Schlachtvieh vermarkten derzeit 300 Kälber wöchentlich, Tendenz steigend.

 


 

Vermarktung Schlachtvieh gute Zahlen

Mit personeller Erweiterung des Vermarktungsteams und der damit verbundenen stärkeren Präsenz in den Betrieben konnten neben der Kälbervermarktung vor allem bei der Schlachtviehvermarktung deutlich positive Impulse gesetzt werden. So wurden in den ersten 6 Monaten des Wirtschaftsjahres fast 6.500 Schlachtrinder gehandelt, das sind drei Mal so viele wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Stabil hohe Rindfleischpreise sind dabei verantwortlich für einen Mehrerlös von 15 % im Vergleich zum Vorjahr. Während die Bullenpreise durchaus saisonalen Schwankungen ausgesetzt sind, ist die Preisnotierung für Schlachtkühe in den vergangenen neun Monaten auf hohem Niveau stabil geblieben. Schwere Schlachtkühe wurden dabei duchweg auch besser honoriert. Betriebe machen daher häufig von der Möglichkeit Gebrauch, abgemolkene Kühe aufzumästen, um somit einen höheren Schlachterlös zu erzielen. Auch wenn in den Sommermonaten die Schlachtviehpreise normalerweise etwas nachgeben, so rechnet auch die Schlachtviehbranche nicht mit einem gravierenden Preisverfall. Dafür ist das dereitzige Schlachtviehaufkommen einfach zu gering.

 

 

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